Katharina Weber
Katharina Weber, User Experience Consultant in Berlin
Ich wußte eigentlich schon immer, dass ich mal als Beraterin arbeiten will, früher dachte ich allerdings noch Richtung McKinsey & Co. Das hat sich glücklicherweise während des Studiums geändert. Nach einigen Jahren als Interaction Designerin in einer Agentur habe ich mich dieses Jahr selbstständig gemacht. Ich wollte mehr Freiheit in der Entscheidung haben, wann ich wo für welchen Kunden arbeite. Feste Strukturen sind nichts für mich.
Als Berater im Bereich User Experience muss man viel Spaß daran haben, sich alle paar Wochen in ein komplett neues Thema zu vertiefen. Zudem sollte man häufigen Reisen, auch in weniger spannende Regionen Deutschlands, und Hotelübernachtungen grundsätzlich nicht abgeneigt sein. Damit man überhaupt Aufträge bekommt, ist Networking unumgänglich. Ich gehe dazu gern auf Veranstaltungen wie etwa die regelmäßigen Vorträge der IxDA-Community in Berlin.
Wer richtig viel Lernen will, fängt bei einer kleineren Agentur an. Hier sind die Prozesse noch nicht so festgefahren. Man kann seine Fähigkeiten an verschiedenen Stellen einbringen und übernimmt auch schon mal Aufgaben, die nicht in der Job Description stehen. In einer Agentur ist aber immer 100% Leistung gefragt, Tage zum Ausruhen gibt es kaum. In einem UX Team in einem großen Unternehmen kann man natürlich länger und intensiver auf einem Thema arbeiten als in einer Agentur. Dafür hängt man aber auch in einem Themenbereich fest und kann sich schnell langweilen.
Im ersten Briefing beim Kunden hört man oft: „Es soll wie Apple aussehen.“ Im weiteren Projektverlauf zerren dann aber die verschiedensten Stakeholder an den Produktanforderungen herum und ein innovatives Produkt bleibt auf der Strecke. Das kann ganz schön nerven. Viel Spaß macht es mir daher, wenn ich mit Kunden zusammenarbeite, die vom Mehrwert der User Experience Methoden überzeugt sind und meiner Arbeit vertrauen. Erst dann können eigentlich erst richtig gute und kreative Ergebnisse entstehen.











