Jens-Christian Jensen
Jens Christian Jensen, Berater Berlin
Für mich heißt “Beraten”, dass man Kunden gerne hilft, Probleme zu lösen. Und das war schon am Anfang meiner Karriere als Entwickler so. Helfen hat natürlich auch etwas mit kommunizieren zu tun. Und so habe ich ganz automatisch begonnen, auch als Entwickler zu “beraten”. Das habe ich immer weiter vertieft und dann auch bei verschiedenen Unternehmen gemacht. Der Titel Berater kam dann ganz automatisch, die Tätigkeit des Beratens war eigentlich schon immer da.
Als Berater muss man sich stets fragen, was nun das eigentliche Problem ist und dem Kunden dafür eine Lösung erarbeiten. Man arbeitet in einem ständigem Spagat zwischen Vogelperspektive, um eine Situation von außen bewerten zu können, und Mittendrin, um mit dem Kunden eine für ihn individuelle Lösung zu entwickeln. Wichtig ist das Interesse, komplexe Situationen zu sortieren und sich immer in neue Kontexte einarbeiten zu wollen.
Die Größe der Agentur ist auch entscheidend aber nicht nur. Auch die Einstellung des Unternehmens ist wichtig. Berater sind keine Supermänner, Helden, Gurus oder Erlöser. Wenn das in einem Unternehmen so gelebt wird, sucht Euch ein anderes.
Klar gibt es auch Momente – im Schnitt alle zwei Wochen – in denen ist man sauer, geht im Kiez einen Kaffee trinken und überlegt, was eigentlich das Problem ist. Wenn man es weiß, liegt die Lösung auch auf Hand. Bin ich erstmal an dem Punkt, ist der Ärger verflogen und die Motivation ist wieder da, ein weiteres Problem aus der Welt zu schaffen.
Neben diesen wichtigen Erfahrungswerten ist ein unternehmerisches Denken, generelles, fachübergreifendes Wissen und Interesse für theoretische Methoden notwendig. Diese Erfahrungen sind bei Einsteigern so noch nicht vorhanden, so dass ich immer den indirekten Weg zum Berater über die Gewerke empfehlen würde.











