WEAVE unterwegs in Dresden: CYNETART und MB21
Bis morgen noch (21.November), findet in Dresden die CYNETART statt, ein Festival für Computerbased Art, das bereits seit 1997 von der Trans-Media-Akademie Hellerau (TMA) organisiert wird und laut der Wikipedia zu den wichtigsten Institutionen für zeitgenössische Medienkunst im deutschsprachigen Raum zählt. Wir waren vom 15. bis 18. November vor Ort, um uns von den interaktiven Installationen und Performances inspirieren zu lassen – und durften mehr erleben, als erwartet.
Wer es noch nicht gesehen hat, sollte sich unabhängig von der CYNETART unbedingt einmal das Festspielhaus in Hellerau ankucken, das man dort 1911 nach einem Entwurf des Architekten Heinrich Tessenow erbaute – im Stile der Reformarchitektur. Es ist ein kleiner Weg bis nach Hellerau, aber mit der Tram-Linie 8 sehr gut erreichbar und es lohnt sich wirklich. Während des Festivals finden hier Ausstellungen, Performances, Talks und die große Preisverleihung statt.
Kerstin Ergenzinger »RotesRauschen« erhält den Förderpreis der sächsischen Kunstministerin
Daneben – und das war schon immer das Schöne an der CYNETART – beleben die beteiligten Medienkünstler auch viele andere Orte der sächsischen Landeshauptstadt mit ihren Projekten, vor allem aber die angesagte Dresdner Neustadt rund um den Albertplatz. Hier gibt es beispielsweise noch immer einen AR-Parcours zu absolvieren und im alten Wettbüro präsentiert heute Grey Filastine, Audio & Video Künstler aus Los Angeles sein neues Album “£OOT” – live als Duo mit der indonesischen Rapperin Nova.
Im Kulturzentrum scheune fand zudem am letzten Wochenenden das MB21 statt, der Deutsche Multimediapreis für Kinder und Jugendliche, ein Wettbewerb also, aber auch ein tolles Multimediafestival für jede Altersgruppe. Zufällig waren wir am ersten Abend (Freitag), auch in der scheune und durften ausnahmsweise dabei sein, als die nominierten Teilnehmer sich gegenseitig ihre Projekte vorstellten und erklärten. Uns blieb buchstäblich der Mund offen stehen, ob der grandiosen Arbeiten, die der Nachwuchs hier ganz nonchalant und unterhaltsam aufbereitet präsentierte – die kompletten Filme, Spiele oder Websites konnte man sich dann am Tag darauf in aller Ruhe ansehen.
Rund um den Wettbewerb organisierten die Initiatoren (Kinder- und Jugendfilmzentrum und Medienkulturzentrum Dresden e.V.) aber auch DIY-Angebote (etwa Laser-Cutter oder Siebdruck), Installationen wie das Interface Depth Touch von den TU-Studente Joshua Peschk und Fabian Göbel, oder Workshops, in denen die Besucher zum Beispiel Solar-Kreaturen basteln konnten.
Depth Touch: Ein elastisches Interface für Tangible Computing
Ein Höhepunkt der MB21 war sicherlich auch die Performance von Moritz Simon Geist mit seinem MR 808, der schon am Eröffnungsabend der CYNETART für gute Stimmung sorgte. Eine Hommage an die analoge Drum Machine Roland TR-808 in Arduino und Abelton live.
Mehr zu diesem und anderen Projekten können Sie auch in der kommenden Ausgabe der WEAVE lesen. Und nach Dresden kommen wir sicher mal wieder!





