WEAVE 05.10 – Musik Apps, Interfaces und mehr

Zukunftsmusik

Neue Interaktionsformen und Geräte – wie Multitouch oder das iPad – beeinflussen auch unsere Klangwelten: Mit innovativen Instrumenten können wir direkter und intuitiver musizieren. Auch der Eigenentwicklung musikalischer Interfaces oder Gadgets steht da nicht viel im Wege. Doch welche Entwicklungen gibt es? Und wie verändern sie die Musik und die Performance? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Klaas Bollhöfer ausführlich in der WEAVE 05.2010 (am Kiosk ab dem 20. September). Außerdem hat er eine Liste mit den interessantesten Links zu diesem Thema zusammen gestellt.


Blogs und Events

www.creativeapplications.net
Eine schier unerschöpfliche Ressource audiovisueller und künstlerischer iPhone und iPad Applikationen. Auch für User Experience Designer jederzeit ein Quell frischer Ideen. Empfehlung: Feed abonnieren!

createdigitalmusic.com
Der Blog schlechthin für Musikschaffende mit einem starken Schwerpunkt auf neuartigen Interfaces und Devices.

www.tei-conf.org/11
Internationale Konferenz für Tangible, Embedded und Embodied Interaktion. Das nächste Mal findet sie im Januar 2011 auf Madeira in Portugal statt.

http://musichackday.org
Das DevCamp der Musiknerds. Des Öfteren auch in deutschen Landen zu Gast.


iPhone Musik Apps

www.luckyframe.co.uk/mujik
Die Musik-App „Mujik“ des Soundtüftlers „The Amazing Rolo“ setzt auf Ingredienzien aus dem Game Design. Durch Ausprobieren und Stöbern taucht man in eine eigene Welt ab, die Mujik-Welt.

www.theamazingrolo.net/wii
„The Amazing Rolo“ hat auch für den Wii-Controller eine Musik-Applikation kreiert. Am besten mal dies Video anschauen:

[vimeo]http://vimeo.com/626771[/vimeo]

www.creativeapplications.net/iphone/rain-iphone-sound
Die App „rain.“ setzt ein neuartiges Konzept eines Sequenzers für das Multi-Touch-Interface des iPhones um. Explorativ kann man dabei durch unterschiedliche Gesten atmosphärische Loops erzeugen.

http://apps.intervalstudios.com/thicket
Thicket schlägt in eine ähnliche Kerbe und schafft eine „audiovisuelle Welt aus Texturen, Bewegung, Linien und Tönen.“

www.creativeapplications.net/iphone/euphonics-iphone-sound
Die App „Euphonics“ erlaubt es einem sehr einfach, mehrstimmige Klangcollagen zu generieren. Eine der ganz wenigen iPhone Musik-Apps, die die Möglichkeiten der Plattform nahezu perfekt bedienen.

http://rjdj.me
Mit RjDj kann man so genannte Scenes erstellen und in einem „Scene Store“ verbreiten. Scenes erlauben das Einbinden von Sensordaten des iPhones und schaffen damit individuelle, interaktive Erlebnisse.

http://more.rjdj.me/produce/rjc1000
Mit RJC1000 kann jeder, auch ohne „Pure Data“ (de.wikipedia.org/wiki/Pure_Data) Kenntnisse, eigene Scenes für RjDj erstellen.

http://de.line6.com/midimobilizer
„Line 6“ bringt in Kürze ein Midi-Interface für das Dock des iPhones und des iPads heraus, so dass das Device als Controller auch für den Studio- oder Live-Einsatz tauglich wird.

http://de-bug.de/musik/5404.html
Sehr spannend! Der internationale Top-DJ Richie Hawtin setzt auf seiner aktuellen Plastikman-Tour eine speziell für die Tour entwickelte iPhone-App ein, mit der die Zuschauer interaktiv an der Performance teilhaben können. Die App wurde u. a. von Rob Fisher von hexler.net entwickelt.

http://hexler.net/
Die Heimat von Rob Fisher. Er hat auf dem Format Open Sound Control (OSC) zahlreiche Apps für das iPhone und iPad entwickelt. Darunter etwa „Sonic Life“ (hexler.net/software/soniclife) oder „TouchOSC“ (hexler.net/software/touchosc), ein universeller Remote Controller für professionelle Musik-Software.


iPad Musik Apps

www.neunetz.com/2010/04/27/interface-revolution-ipad-apps-fuer-die-musikproduktion
Bei neunetz findet ihr eine gute Übersicht über viele aktuelle iPad Musik-Apps mit zahlreichen Videos.

http://ipadmixr.com
Eine der aktuell zahlreichen DJ-Turntable-Apps für das iPad.

www.korg.com/ielectribe
Der alteingesessene Star der analogen Welt Korg steigt mit „iElectribe“ ins Appstore-Business ein und portiert sein Erfolgsprodukt gelungen auf das iPad.

http://more.rjdj.me/2010/04/15/rj-voyager/
Auch RjDj geht den nächsten Schritt und bringt „RJ Voyager“ für das iPad.

www.creativeapplications.net/openframeworks/squiggle-ipad-openframeworks/
Bei „Squiggle“ werden mit der Hand beliebig viele und frei positionierte Saiten auf das iPad-Display gemalt, die dann „angeschlagen“ werden können.

http://mashable.com/2010/05/18/music-ipad/
Einen ähnlichen Ansatz wie Squiggle geht das, während eines Music Hackdays entstandene Projekt „Artikulator“. Mit den Fingern gemalte Muster werden in Klänge übersetzt.


ReacTable et al.

www.modin.yuri.at/publications/gmi_icmi2009.pdf
Das Paper „Gegenständliche musikalische Interaktion“ von Martin Kaltenbrunner, einem der Entwickler des ReacTable (PDF).

www.ufg.ac.at/?id=1594
Die Website des Masterstudiengangs „Interface Cultures“ der Kunstuniversität Linz, im Rahmen dessen Martin Kaltenbrunner aktuell als Professor lehrt.

http://modin.yuri.at/tangibles/
Eine schöne Sammlung von „Tangible Musical Interfaces“ von Martin Kaltenbrunner.

www.reactable.com
Die Heimat des ReacTable, einem interaktiven Multi-Touch-Tisch, der sicher grundlegend das Verhältnis zu elektronischer Klang- und Musikerzeugung geprägt hat.

http://reactivision.sourceforge.net/
„A toolkit for tangible multi-touch surfaces“ – die Open-Source-Programmbasis des ReacTable. Für alle, die selbst mal einen derartigen Tisch im Keller zusammenbauen wollen.

www.mixitui.com/
Ein interessantes aktuelles Projekt, das auf Basis von reacTIVision umgesetzt wurde.

http://tangibleauditoryinterfaces.de/index.php/tai-applications/audiodome-soundblox/
Ein weiteres Projekt auf Basis reacTIVision. Bei den „AudioDome SoundBlox“ handelt es sich um große Kisten mit 60 cm Kantenlänge, die auf einem bis zu 36 qm großen Areal getracked werden und Musik erzeugen können.


Siftables, Tenori-On & Co.

http://sifteo.com/
Auf sifteo.com findet man alle Informationen zu den sogenannten Siftables, „cookie-sized“ Computern, die wie Bauklötze miteinander verbunden werden können und nach eigenen Angaben „the first tabletop gaming console“ sein werden. Leider noch nicht käuflich zu erwerben. Ein hervorragendes Demo-Video findet ihr hier: www.youtube.com/watch?v=JP0w9lZoLwU&feature=player_embedded

http://tenori-on.yamaha-europe.com/germany/
Die Website des „Tenori-On“, dem Musikinstrument des 21. Jahrhunderts (nach eigenen Angaben). Ein gutes erstes Einführungsvideo findet sich hier: http://www.youtube.com/watch?v=_SGwDhKTrwU&feature=related. Absolut sehenswert – der Einsatz des Tenori-On im Rahmen eines Björk-Konzerts: http://www.youtube.com/watch?v=dFsHuu0ah_g

http://audiotool.com
Das Audiotool des Flash-Entwicklers André Michelle war ursprünglich Teil der Plattform Hobnox (www.hobnox.com). Als Modul findet man dort auch die Tonematrix (lab.andre-michelle.com/tonematrix), ein dem Tenori-On-ähnlicher, browser-basierter Klangerzeuger.


Hardware-Controller

www.native-instruments.com/#/de/products/producer/maschine
„Get lost in the flow“ mit dem Groove Production Studio „Maschine“ von Native Instruments.

www.akaipro.com/apc40
Hervorragend auf den Live- und Studio-Einsatz getrimmter Controller für die Digital Audio Workstation (DAW) Ableton Live.

http://de.novationmusic.com/products/launchpad?option=1
Ähnlich wie der APC-40 von Akai – ein schlanker, auf die wichtigsten Funktionen optimierter Hardware-Controller für Ableton Live.

www.monome.org
In Kleinserie hergestellte und komplett auf die eigenen Bedürfnisse und Ideen abstimmbare Hardware-Controller, bestehend aus einer Matrix aus beleuchteten Keypads. For nerds only!

http://docs.monome.org/doku.php?id=app
Zahlreiche Applikationen und Source-Code-Libraries für das monome. Ein guter Startpunkt für eigene Entwicklungen.

www.eowave.com
Eowave stellt zahlreiche Sensoren her (Bewegung, Beschleunigung, Druck, Entfernung, Temperatur, etc.), die über ein USB-MIDI-Interface als Controller für Software-Instrumente eingesetzt werden können.

http://mashable.com/2010/05/18/futuristic-music-instruments/
Das „LinnStrument“ – sieht so das Klavier der Zukunft aus? Video angucken und staunen!

www.eigenlabs.com/
Hersteller der so genannten „Eigenharp“, einem neuartigen elektronischen Musikinstrument, das einer Chimäre aus Klavier, Gitarre und Oboe gleicht.

www.backin.de/gumball/
Und noch was ganz anderes – der „Bubblegum Sequencer“.


Circuit Bending

http://de.wikipedia.org/wiki/Circuit_bending
Was ist „Circuit Bending“? Einfach mal Wikipedia fragen….

http://www.google.de/images?q=circuit+bending&um=1&ie=UTF-8&source=univ&ei=BOn0S7LtGMKJOK6o-JcJ&sa=X&oi=image_result_group&ct=title&resnum=4&ved=0CEIQsAQwAw
Wirklich sehenswerte Collage der unendlichen „Circuit Bending Welt“ (per Google Bildersuche).

web.media.mit.edu/~silver/drawdio/
Mit „DrawDio“ wird alles zum Theremin (de.wikipedia.org/wiki/Theremin) – ein Stift, ein Wasserhahn, ein T-Shirt. Ein Projekt der Forschungsgruppe „Lifelong Kindergarten“ des MIT (llk.media.mit.edu/). Unbedingt das Video zum DrawDio (www.youtube.com/watch?v=PV_w38ldZaE&feature=player_embedded) anschauen – Wahnsinn!!!

www.noiseaddicts.com/2008/08/furby-gurdy-circuit-bend/
Man packe ein paar „Furbys“ (de.wikipedia.org/wiki/Furby) in ein mechanisches Gestell und schicke Strom durch. ;-)

www.sidsonic-libraries.com/products/circus-circuit/ccbl-infos.html
Wer sich nicht traut, mit alter (oder neuer) Hardware mutige bis brenzlige Experimente durchzuführen – es gibt die sehr gelungene Sound-Library „Circus Circuit“ für das heimische Studio.

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