Low-Tech-Aktivismus gegen High-Tech-Waffen
Nein, es sieht nicht schön aus und es ist nur einfaches JavaScript, aber das soll so sein. Der Konzeptkünstler Kim Asendorf und der russische Medienkünstler und Web-Entwickler Andrey Yazev präsentieren mit VVAR.BIZ eine interaktive Map, auf der Nutzer per Klick ihren Standort zum Kriegsschauplatz erklären können. Dazu nutzt die Anwendung Google Maps und die Geolocation-Funktion, die inzwischen in fast allen Browsern zur Verfügung steht.
Doch die Web-App soll uns hierzulande weniger dazu dienen, tatsächlich einen Krieg zu melden, sondern Bewusstsein dafür schaffen, dass Krieg etwas Abstraktes ist, solange man ihn nicht selbst erlebt: Dass es ein Segen ist, den ‘War’-Button nicht drücken zu müssen in einer Welt, in der mit HighTech-Waffen, Panzern, ferngesteuerten Drohnen, Soldaten per Bildschirm töten.
Und selbst ein Klick aus Deutschland und Europa wird zum Ausdruck dafür, dass Kriege überall stattfinden, dass unser Reichtum auf Kriegen beruht und damit auch hierzulande reichlich Geld verdient wird. Ein Blick auf die Karte stimmt wirklich nachdenklich.





